21 Mitglieder unterzeichnen Gründungsvertrag der Libra Association

(Credit: Facebook)

In Medienberichten der vergangenen Woche war bereits vom Aus von Facebooks Kryptowährung Libra die Rede. Davon unberührt haben in Genf 21 Mitglieder den Gründungsvertrag der Libra Association unterzeichnet.

Trotz der Rückschläge der vergangenen Woche haben 21 der ursprünglich 28 Mitglieder der Libra Association am vergangenen Montag in Genf ihre Gründungsurkunde unterzeichnet und einen fünfköpfigen Vorstand gewählt. Dazu zählen der verantwortliche Facebook-Manager David Marcus (Bild) sowie Vertreter von PayU, Andreessen Horowitz, Xapo Holdings und Kiva Microfunds. Kommissarischer Leiter der Association ist der ehemalige Paypal-Manager Bertrand Perez, der früher eng mit Marcus zusammenarbeitete.

Nach dem Abgang von insgesamt sieben Unternehmen – kurz vor der Unterzeichnung gingen noch die Booking Holding und Mercado Pago von Bord – ist die Association trotzdem zuversichtlich, ihr selbsterklärtes Ziel zu erreichen, bis zum kommenden Jahr 100 Mitglieder zu zählen. Aktuell soll es mehr als 1.500 Interessenten geben, von denen 180 die vorgegebenen Kriterien erfüllen würden.

Kritiker befürchten, dass Libra als „Stable Coin“ die Stabilität des Finanzsystems gefährden könnte. Zudem befürchten Politiker, Facebook werde auch bei Libra Schwierigkeiten haben, die Privatsphäre der Nutzer zu schützen. Entsprechende Anfragen hat die Association aus der Sicht der Politiker noch nicht ausreichend beantwortet.

Allerdings versicherte David Marcus vor dem US-Kongress, dass keine Zahlungen mit Libra möglich sein werden, bevor die Sorgen der US-Regulierungsbehörde nicht ausgeräumt seien. Dies könnte allerdings den Zeitplan der Kryptowährung gefährden. Ein Sprecher der Libra-Association gab zu, dass sich der für das erste Halbjahr 2020 geplante Start verschieben könnte.