Amazon führt eine Kreditkarte für Kunden mit schlechter Bonität ein

(Credit: Amazon)

Amazon wittert offenbar gute Geschäfte mit US-Kunden mit schlechter Bonität. Unter der Bezeichnung „Amazon Credit Builder“ bekommt diese Zielgruppe künftig die Möglichkeit, bei dem E-Commerce-Riesen eine Kreditkarte beantragen und so von den Vorzügen des Online-Handels profitieren können – allerdings unter knallharten Bedingungen.

Wie Computerbild.de berichtet, müssen die Kunden zur Absicherung eine Kaution in Höhe von 100 bis 1.000 Dollar hinterlegen. Aus dieser Summe ergibt sich das Karten-Limit. Kunden, die ihren finanziellen Verpflichtungen über einen längeren Zeitraum hinweg tadellos nachkommen, erhalten die Chance, die Karte upzugraden. Wer seine Kredite in Raten zurückzahlen will, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Der Zinssatz beträgt 28,24 Prozent.

Amazon gibt die neue Kreditkarte in Kooperation mit Synchrony Financial heraus. Beide Unternehmen erhoffen sich eine Erweiterung ihres Kundenstammes. Auch Amazons kassenlose Supermärkte könnten davon profitieren, dass mehr Kunden eine Kreditkarte besitzen. Erst kürzlich hatten nämlich US-Städte wie New Jersey, Massachussets und Philadelphia kassenlose Ladengeschäfte verboten, weil sie Nutzer ohne Kreditkarte oder Bankkonto diskriminieren. Die Städte New York City und San Francisco erwägen derzeit ähnliche Maßnahmen.