Amazon kooperiert mit Worldpay

Um sein eigenes Payment-System Amazon Pay zu pushen, übt der E-Commerce-Riese den Schulterschluss mit einem der größten Payment-Dienstleister der Welt.

Bislang waren Händler eher vorsichtig damit, Amazon Pay in ihre Webshops einzuführen. Zu groß war die Angst, noch mehr seiner eigenen Daten gegenüber dem E-Commerce-Giganten preiszugeben. Doch eine neue Partnerschaft von Amazon mit dem Payment-Dienstleister Worldpay könnte dem Amazon-Wallet neuen Auftrieb geben.

Durch die Kooperation mit Worldpay, so die Hoffnung, werden mehr große Händler Amazon Pay in ihr Zahlungsportfolio aufnehmen. Denn die Zusammenarbeit mit dem Payment-Provider macht auch die Integration in die eigenen Shops leichter. Mussten dafür bislang eigene Workflows für den Bezahlprozess, den Abgleich mit der Buchhaltung oder Chargebacks aufgesetzt werden, können die Händler künftig Amazon Pay genauso einfach einbinden wie jede andere Zahlart auch.

Worldpay legt Amazon die Welt der Händler zu Füßen

Darüber hinaus bietet Worldpay als einer der größten Zahlungsprovider der Welt Amazon Zugang zu einem viel größeren Markt. Aktuell ist Amazon Pay nur in einigen Zehntausend – vornehmlich kleineren – Online-Shops in aller Welt sowie einer nicht genannten Zahl von stationären Filialen (wir berichteten jüngst über Müller) und Restaurants präsent.

Amazon-Pay-VP Patrick Gauthier stellt natürlich nicht seine eigenen Interessen in den Vordergrund, sondern einmal mehr den Kunden. Über Amazon Pay könnte man eine vernetzte Experience-Strategie umsetzen, die die Customer Journeys auf unterschiedlichen Kanälen wie Mobile, Voice und In-Store verbindet. Gerade für Alexa & Co. sieht Gauthier enormes Potenzial mit Amazon Pay. Zwar seien sprachbasierte Transaktionen über Alexa noch in einem sehr experimentellen Stadium, doch sei „der Markt für Voice heute ja auch erst da, wo Mobile in den Jahren 2009 und 2010 war.“