Amazon will Whole-Foods-Kunden per Handscanner bezahlen lassen

(Credit: Whole Foods)

Unter den Namen Orville entwickelt Amazon eine Payment-Lösung über biometrische Daten. Anders als Alibaba in China setzt der US-Handelsriese nicht auf Gesichtserkennung, sondern auf die Hände der Nutzer, die von Scannern im Geschäft erfasst werden sollen, meldet die „New York Post“. Prime-Kunden können ihre Hände erfassen lassen und eine Kreditkarte hinterlegen. Anschließend wird bei jedem Einkauf der Betrag von der hinterlegten Kreditkarte abgebucht.

Aktuell testet Amazon die Lösung auf dem eigenen Firmengelände in New York. Mitarbeiter können darüber Getränke und Snacks aus Automaten kaufen. Anfang 2020 will Amazon die Lösung aber auch in seine Whole-Foods-Filialen einführen. Diese sollen mit der entsprechenden Technologie ausgestattet werden. Zudem müssen die Verkäufer ausgebildet werden. 

Die High-Tech-Scanner funktionieren anders als die Fingersensoren in Mobiltelefonen. Kunden müssen die Hand nicht komplett auf das Gerät legen, um ihre Daten erfassen zu lassen. Schon jetzt soll die Lösung zu 99,9 Prozent sicher sein. Die Amazon-Entwickler wollen die Quote aber noch weiter erhöhen.

Datenschützer sehen trotzdem ein Problem in der Payment-Lösung. Die Systeme könnten gehackt werden und die sensiblen Daten in die Hände Dritter geraten. Doch diese Risiken würden Verbraucher angesichts der Vorteile, die ihnen verkauft würden, nicht sehen.