Elf Payment-Anbieter machen mit Visa Token Service den E-Commerce sicherer

(Credit: Visa)

Die elf europäischen Visa-Partner Adyen, Cardstream, Computop, Datatrans, HiPay, Ingenico/Bambora, Monext, Safecharge, Secure Trading, Wirecard und Worldline wollen mit der Einführung des 2014 gestarteten „Visa Token Service“ (VTS) ein sichereres Bezahlen im E-Commerce ermöglichen.

Der Visa Token Service ersetzt die Kartennummer (PAN) durch eine einzigartige, digitale Nummer, den so genannten „Token”, und sorgt so dafür, dass Händler und Zahlungsabwickler keine sensiblen Zahlungsdaten mehr speichern müssen. Darüber hinaus können Tokens so eingesetzt werden, dass sie nur bei einem spezifischen Händler funktionieren, was digitale Zahlungen um eine zusätzlichen Sicherheitsebene erweitert. Damit wird das Betrugsrisiko für Verbraucher, die ihre Kartendaten in mobilen Endgeräten, Apps oder online bei Händlern hinterlegen, gesenkt.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Finanzinstitute abgelaufene oder kompromittierte Zahlungsinformationen im Hintergrund automatisch aktualisieren können. Dadurch wird der Einkaufsprozess zwischen Verbrauchern und Händlern zukünftig nicht mehr durch Kartenwechsel und die damit erforderliche Aktualisierung der Zahlungsdaten durch den Kunden behindert.

Händler, die ihre Zahlungen über die genannten Partner abwickeln, müssen nicht auf eine individuelle Zertifizierung warten, sondern können den VTS durch die neuen Visa Partner integrieren und so ihr Token-on-File-Programm schnell und einfach starten.

Die Vorteile der Card-on-File-Tokenisierung im Überblick:

  • Dynamische Anmeldeinformationen: Konsumenten müssen sich nicht mehr einloggen und ihre Zahlungsdaten aktualisieren, wenn ihre Karte abläuft. Stattdessen können die Zahlungsdaten einfach durch die Bank aktualisiert werden.
  • Visuelle Kartendarstellung: Wenn ein Token beim Händler gespeichert wird, kann der VTS eine digitale Illustration der jeweiligen Karte anzeigen. Dies bietet Verbrauchern eine visuelle Bestätigung, dass auch die richtige Karte aufgerufen wurde, wodurch ihr Vertrauen gesteigert und Kaufabbrüche reduziert werden.
  • Kundentreue und Mehrwertdienste: Verschiedene – für dieselbe Visa Karte ausgegebene – Tokens werden mit einer gemeinsamen Identifikationsnummer verbunden, ohne dass die dahinterliegenden Karteninformationen preisgegeben werden. Mit dieser so genannten Payment Account Reference (PAR) können Händler einfacher und sicherer Treueaktionen, Rabatte und weitere Mehrwertdienste für die Kunden anbieten, die sich dafür angemeldet haben.
  • Einfaches Hinzufügen der Kartendaten: Verbraucher können ihre Zahlungsdaten in Form eines sicheren Visa Tokens über ihre Banking-App verschiedenen Händler-Apps hinzufügen. Dadurch muss der Karteninhaber seine Karte nicht zur Hand haben, um Karteninformationen manuell bei einem Händler einzutragen, wodurch der Vorgang einfacher und zugleich sicherer wird.
  • IoT-Handel: Auch in Zukunft wird die Tokenisierung mehr Sicherheit bieten, wenn Zahlungsdaten im Internet der Dinge genutzt werden – wie zum Beispiel in Autos, Smart Glasses oder Connected-Home-Geräten.

Schaubild: Son funktioniert VTS (PDF)