Facebook sammelt Millionen für geplante Kryptowährung ein

(Credit: Facebook)

Facebooks neue Kryptowährung Libra startet mit mächtig Rückendeckung. Wie das „Wall Street Journal“ meldet, haben mehr als ein Dutzend namhafter Unternehmen aus dem Finanz- und E-Commerce-Bereich jeweils rund zehn Millionen Dollar in ein gemeinsames Konsortium namens Libra Association investiert, das die Entwicklung von Libra begleiten soll. Dazu zählen unter anderem Mastercard, Visa, PayPal, Stripe, Mercado Libre, Booking.com und Uber.

Genaue Pläne will Facebook in den kommenden Wochen vorstellen. Libra selbst soll 2020 das Licht der Welt erblicken. Mit der Währung, die dezentral verwaltet werden soll, sollen Facebook-Mitglieder innerhalb und außerhalb des Netzwerkes Einkäufe bezahlen und sich gegenseitig Geld zusenden können. Auch eine Belohnung für die Aktivitäten der Nutzer ist dabei im Gespräch. Mit dem Schritt könnte Facebook unter anderem mehr Daten über die tatsächlichen Einkaufsaktivitäten seine Nutzer sammeln und so gegenüber Amazon Boden gut machen.

Mitte Mai meldete die „Handelszeitung“, dass Facebook mit dem Projektnamen Libra auch in der Schweiz aktiv wird. In Genf gründete der Social-Media-Konzern eine Firma mit Namen Libra Networks, die Finanz- und Technologiedienstleistungen erbringen und damit in Verbindung stehende Soft- und Hardware entwickeln will.

Bislang hat es noch keine Kryptowährung geschafft, in den Mainstream vorzudringen. Durch die breite Unterstützung anderer Unternehmen hat Facebook gute Chancen, hier den Marktdurchbruch zu schaffen. Neben Libra fokussiert sich Facebook derzeit auch noch auf eine andere Zahlungslösung. „WhatsApp Pay“ soll die Weiterentwicklung des Messengers nach dem Vorbild von WeChat ermöglichen.