Google Pay erobert die Schweiz

(Credit: Visa)

Google hat sein Payment-Angebot Google Pay jetzt auch in der Schweiz gestartet. Mit der Bezahl-App können Android-Nutzer online und offline bezahlen. Zu den ersten Online-Handelspartnern zählen Digitec, Galaxus, Ricardo, QoQa, AirBnB, Adidas, Flixbus, Uber, Mediamarkt und Kayak, meldet Persoenlich.com.

Als Finanzpartner kann Google zum Start fünf Namen vermelden: Cornercard, Bonuscard, Swiss Bankers, Revolut und Boon. Credit Suisse und Neon sollen in Kürze folgen. Darüber hinaus werden die Kreditkartenzahlsysteme von Mastercard und Visa unterstützt. Wer Kunde einer der genannten Banken ist, kann Google Pay viele Karten virtuell hinzufügen und dann per Smartphone bezahlen. Welche Karten unterstützt werden, entscheidet jedoch die Bank.

Mit dem Launch in der Schweiz fährt Google dem Konkurrenten Apple in die Parade, der das Land schon seit längerem zu erobern versucht. Ein Selbstläufer scheint dies allerdings nicht zu sein. Wie die „Neue Zürcher Zeitung“ meldet, hat bei den Eidgenossen derzeit die Bezahl-App Twint, die von den Schweizer Banken selbst herausgegeben wird, das Oberwasser. Diese nutzen die Schweizer offenbar vornehmlich, um Peer-to-Peer-Zahlungen vorzunehmen.

Vor der Wettbewerbskommission klagte Twint zudem gegen Apple, weil sich automatisch Apple Pay öffnete, wenn Kunden mit ihrem iPhone an einem NFC-Terminal bezahlen wollten. Apple konterte die Klage mit dem Vorwurf, die Schweizer Banken würden Apple Pay systematisch Steine in den Weg werfen. Dann allerdings gaben die Kalifornier klein bei und überrollen Kunden am NFC-Terminal nicht mehr mit Apple Pay.

Ohnehin sind diese in der Schweiz noch eine kleine Minderheit. Denn am allerliebsten, so ermittelte die Hochschule Luzern, zahlen die Eidgenossen noch immer mit Bargeld. Debitkarten kommen auf rund 20 Prozent. Die Kreditkarte zücken fünf Prozent.