Lidl Pay in Spanien jetzt flächendeckend

Der Lebensmittel-Discounter Lidl kämpft mit einer eigenen mobilen Zahlungslösung gegen Apple Pay und Google Pay. Erster breiter Testmarkt ist Spanien.

Der Lebensmittel-Discounter Lidl will sich den Zugang zu den Daten seiner Kunden nicht von Apple Pay und Google Pay wegnehmen lassen und tritt bei der Entwicklung eines eigenen Mobile-Payment-Dienstes aufs Gas. Wie die „Lebensmittel Zeitung“ berichtet, hat das Unternehmen sein Angebot „Lidl Pay“ inzwischen in allen Filialen in Spanien im Einsatz. Erste Tests in ausgewählten Märkten starteten bereits im Juli. Die Akzeptanz bei der spanischen Kundschaft ist augenscheinlich hoch. In den ersten drei Wochen nach dem spanienweiten Start haben rund 12.000 Kunden rund 79.000 Mal an den Kassen des Discounters per Handy gezahlt.

Offenbar soll das Vorgehen im Land Vorbild sein für die Expansion des Bezahlsystems im Rest Europas. Hierzulande hat Lidl zumindest seine Loyalty-App „Lidl Plus“ schon eingeführt. Wann diese um eine Payment-Lösung ergänzt wird, ist allerdings noch nicht bekannt.

Lidl ist zudem nicht der einzige deutsche Händler, der mit einer eigenen Payment-App um die Hoheit über die Kundendaten kämpft. Auch Edeka und Rewe arbeiten auf Basis von Instant Payments an ähnlichen Projekten. Allerdings war der Start der Lösungen bereits für den Sommer angekündigt.