Mastercard stellt PayPal-Konkurrenten Masterpass ein

Sich gegen PayPal zu behaupten, ist schwer. Das musste jetzt auch Mastercard erkennen – und gibt mit seiner Konkurrenzlösung Masterpass in Deutschland auf.

Ab November 2019 stellt Mastercard die digitale Bezahllösung Masterpass in Deutschland ein. Alle bestehenden Masterpass-Profile werden zwischen dem 4. und 7. November 2019 unwiderruflich gelöscht. Auch die mit dem Profil verbundenen Daten werden für einen angemessenen Zeitraum gemäß Art. 4 (3) DSGVO, § 35 Absatz 2) BDSG in der Verarbeitung eingeschränkt und anschließend gemäß den Masterpass-Datenschutzrichtlinien und nach den geltenden Gesetzen und Vorschriften gelöscht.

„Für die Zukunft setzen wir bei unserer digitalen Produktpalette auf die Tokenisierung, also Verschlüsselung von In-App-, Point-of-Sale- und E-Commerce-Zahlungen“, heißt es in einem Statement des Unternehmens. So biete Mastercard den Verbrauchern „die Vorteile des Masterpass-Programms sowie eine Vielzahl weiterer Funktionen.“

Masterpass wurde 2015 als digitale Bezahllösung entwickelt, die Einkaufen einfach, sicher und bequem machen sollte. Kunden konnten – ähnlich wie bei PayPal – ihre Kredit- oder Debitkarten sowie ihre Versandinformationen hinterlegen und Online-Einkäufe nur mit Benutzer-ID und Passwort bezahlen. Mastercard versprach, dass die Kundendaten durch das mehrstufige Sicherheitskonzept von Mastercard geschützt seien.

Die Einstellung der digitalen Bezahllösung Masterpass™ in Deutschland hat keine Auswirkungen auf die allgemeine Verwendung der Mastercard®. Diese kann wie gewohnt an 44,4 Millionen Mastercard® Akzeptanzstellen weltweit eingesetzt werden – auch online.

(Bildcredit: Mastercard)