Studie: Rechnung und Vorkasse dominieren im B2B-Online-Handel

Professionelle Einkäufer zahlen am liebsten per Rechnung oder Vorkasse. Beliebte B2C-Zahlmethoden wie PayPal haben sich hingegen noch nicht durchgesetzt, zeigt eine aktuelle Studie.

Rechnung, Vorkasse, Bezahlung bei Abholung, Lastschrift – das Spitzenquartett der Zahlungsverfahren im B2B E-Commerce ist erwartungsgemäß traditionell. Das zeigen die Ergebnisse des „B2B E-Commerce Konjunkturindex“, einer Initiative der Intellishop AG in Zusammenarbeit mit dem ECC Köln, im Juli/August 2019.

Nach Angaben der B2B-Entscheider können bei etwa jedem dritten befragten Unternehmen Zahlungen außerdem per Firmen- oder privater Kreditkarte getätigt werden. Während andere Zahlungsverfahren wie etwa PayPal im Consumer-Umfeld bereits eine deutlich höhere Bedeutung zukommt, wird PayPal aktuell ebenso von etwa jedem dritten der befragten Unternehmen des B2B E-Commerce Konjunkturindex angeboten. Finanz-/Ratenkauf, Leasing, Sofortüberweisung und Paydirekt stehen am Ende des Top-10-Rankings. Dieses spiegelt sich auch im Nutzungsverhalten der B2B-Kunden im E-Commerce wider: Bezahlung per Rechnung wird nach Einordnung der Befragten von ihren B2B-Kunden auch am häufigsten genutzt.


Zukünftige Veränderung des Portfolios geplant

Auch wenn sich nach Einschätzung der Befragten die Auswahl an Zahlungsverfahren im Vergleich zum B2C-Bereich im B2B weniger stark auf die Kaufabschlüsse auswirkt, planen etwa zwei von drei B2B-Unternehmen ihr Angebot zu verändern. Somit ist nur bei etwa jedem Dritten in den nächsten ein bis zwei Jahren voraussichtlich keine Veränderung vorgesehen.

Mit 43 Prozent plant ein Großteil der befragten B2B-Unternehmen, das Angebot zu erweitern und zusätzliche Zahlungsverfahren anzubieten. 14 Prozent möchten zwar weitere Zahlungsverfahren im E-Commerce eingliedern, dafür aber andere, aktuell angebotene Verfahren aus dem Portfolio streichen. Nach Einschätzung der B2B-Entscheider werden nur 5 Prozent ihr Zahlungsangebot insgesamt verkleinern.

Kundenspezifische Ausrichtung von Zahlungsverfahren und Preisen

48 Prozent der Befragten richten ihr Zahlungsangebot für einen Kunden nach dem jeweiligen Kundenstatusaus. Ebenso viele B2B-Unternehmen verzichten aber auch auf einen solchen Mechanismus und machen hinsichtlich des Kundenstatus keine Unterschiede. Kundenspezifische Preisstrukturen sind hingegen für mehr B2B-Unternehmen ein Thema: Fast 9 von 10 der B2B-Unternehmen setzen sich damit auseinander, je nach Kunde unterschiedliche Preise auszuspielen. Um Auskünfte über ihre Kunden zu erhalten, sehen 91 Prozent der B2B-Entscheider Auskunfteien als eine gute Möglichkeit an.

Neben dem reinen Angebot an Zahlungsverfahren spielt auch die Transparenz der Zahlungsprozesse eine wichtige Rolle: Fast drei Viertel der Befragten geben an, dass sie in ihrem B2B-Unternehmen stetig versuchen, die Transparenz des Zahlungsprozesses für ihre Kunden zu verbessern.

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