Vier Fäuste für ein europäisches Mobile-Payment-Projekt

(Credit: Adobe Stock / Igor Kell)

„Schafft eine europäische Bezahllösung als Alternative zu großen Kreditkartenunternehmen und Technologiekonzernen.“ Mit diesem Appell rief Bundesbank-Vorstand Burkhard Baltz die deutschen Banken dazu auf, sich nicht von großen Technologiekonzernen die Kundenbeziehungen abluchsen zu lassen. Da hatten der Handelsverband Deutschland, der Deutsche Sparkassenverband, SAP und das Institut der Deutschen Wirtschaft sich schon längst zusammengeschlossen, um die Potenziale für ein händlerübergreifendes und branchenoffenes Handy-Bezahlsystem zu eruieren. Wie die „Lebensmittel Zeitung“ vermeldet, bewarben sich die Partner mit ihrem Projekt beim Innovationswettbewerb „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“, den das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Ende Januar initiierte.

Die Idee war, einen europaweiten Bezahlstandard auf App-Basis zu etablieren, um im Datenspiel der Digitalplattformen Google, Apple, Amazon und Co auf Augenhöhe mithalten zu können. Den so entstandenen Datenpool soll eine treuhänderische Instanz sammeln und KI-basiert auswerten. Dabei soll jede Firma ihre Datenhoheit behalten.

In der ersten Instanz ist das Projekt schon mal gescheitert: Das Bundesiwrtschaftsministerium hat die Fördermittel abgelehnt.