Visa macht der Girocard Konkurrenz

(Credit: Visa)

Nach Mastercard steigt jetzt auf Visa in Deutschland ins Geschäft mit Debitkarten ein.  „Visa wird gemeinhin sehr stark mit Kreditkarten in Verbindung gebracht – das wollen wir ändern“, zitiert die „FAZ“ Visas Zentraleuropa-Chef Albrecht Kiel. In Amerika, Spanien, Frankreich und Großbritannien sei die Visa-Debitkarte längst verbreitet.

Im Unterschied zur Kreditkarte werden bei Einkäufen mit der Debitkarte die Ausgaben sofort dem Konto belastet und nicht erst gebündelt am Monatsende. Und gegenüber der EC-Karte oder Girocard bieten sie Nutzern einige Vorteile: So lässt sich die Karte auch für Online- und kontaktloses Bezahlen sowie im Ausland nutzen.

Welche Banken sich zum Deutschland-Start als Kooperationspartner andienen, ist noch nicht bekannt. Die ersten Visa-Debitkarten sollen 2020 auf den Markt kommen. Mit der Debitkarte will Visa den Konsumgewohnheiten der Deutschen besser entgegenkommen. Die wollen nämlich ihre Ausgaben gleich auf dem Bankkonto sehen – und nicht erst in einem Monat. Laut einer Studie der Bundesbank besaßen 2017 nur ein Drittel der Deutschen eine Kreditkarte. Und nur bei elf Prozent ihrer Online-Einkäufe zücken die Deuschen laut einer EHI-Analyse das Plastikgeld von Visa & Co.