Wirecard startet P2P-Payment per Messenger

(Credit: Rakuten Viber)

P2P-Payment wird Marktstudien zufolge zum Milliardenmarkt. Davon will auch Wirecard profitieren und tastet sich mit einer Kooperation mit Rakuten Viber an das Marktsegment heran.

Der Payment-Dienstleister Wirecard startet gemeinsam mit Rakuten Viber und dessen Partner NeoPay einen neuen Geldüberweisungsservice für Nutzer der Viber Instant Messaging App. Mit „Moneytou – powered by Mastercard“ können Nutzer schnell und sicher Geld über die Messaging App senden, die weltweit über eine Milliarde Nutzer zählt. Wirecard wickelt dabei alle Peer-to-Peer (P2P)-Transaktionen über digitale Payment-Karten ab. Libra Internet Bank agiert dabei als lokaler Acquirer. Nach der Markteinführung in Ungarn wird der Dienst schnell in weiteren osteuropäischen Märkten ausgerollt. Es wird erwartet, dass bis Ende dieser ersten Phase 25 Millionen Verbraucher den Service nutzen werden.

Um Geldbeträge an Verwandte oder Freunde zu überweisen, müssen Nutzer einfach auf das Moneytou-Symbol in der Rakuten Viber App tippen – ohne lange Bankkontonummern oder Bankleitzahlen zu benötigen. Sie können bis zu 125.000 Forint (375 Eur0) pro Monat und bis zu 780.000 Forint (2.340 Euro) pro Jahr senden.

Im P2P-Payment sehen Branchenbeobachter einen riesigen Markt entstehen: Einer aktuellen Umfrage von Early Warning Services zufolge haben bereits drei Viertel der Millennials und über zwei Drittel der Generation X P2P zum Senden oder Empfangen von Geld verwendet. Laut eMarketer wird im kommenden Jahr allein in den USA über 200 Milliarden Dollar durch P2P-Zahlungsmethoden fließen.