Aldi schafft die Kasse ab – in Shanghai

(Credit: Aldi Süd)

Seit 2017 betreibt Aldi Süd in China einen Shop auf dem Online-Marktplatz Tmall Global. Jetzt hat der Lebensmittel-Discounter die ersten beiden Pilot-Filialen in der Mega-Metropole Shanghai eröffnet. Im Sortiment finden sich 1.300 Produkte aus ingesamt 15 Produktbereichen, darunter Getränke, Weine, Snacks, Frischeprodukte sowie Körperpflegeartikel. Für Kunden, die in der Mittagspause kommen, gibt es eine Auswahl verschiedener „Ready-To-Eat“-Produkte, darunter skurrile Gerichte wie deutsche Wurst mit Sauerkraut in einer traditionellen chinesischen Dampfnudel, genannt Berliner Bao.

„Über den Online-Handel haben wir das Kaufverhalten unserer chinesischen Kunden besser kennengelernt“, zitiert der Aldi-Süd-Blog Aldi-China-CEO Christoph Schwaiger. Das moderne Filialdesign sei gezielt auf die Bedürfnisse der technikaffinen Kundschaft abgestimmt. Weil diese sowohl im Internet als auch in stationären Läden vor allem Online-Zahlungsdienste nutzen würden, können Kunden in den chinesischen Testfilialen mit „Scan & Go“ bezahlen. Kunden müssen dazu die Kamera-Funktion auf ihrem Smartphone aktivieren, mit der Linse über einen QR-Code an den Regalen fahren und so die Funktion starten. Anschließend scannen die Kunden die Barcodes auf ihren Produkten und bezahlen per Online- oder Kreditkartenzahlung. Voreingestellt ist WeChat Pay.

Außerdem gibt es bei ALDI in China auch einen Lieferdienst. Dieser bringt im Radius von drei Kilometern Artikel, die in den Filialen erhältlich sind, direkt nach Hause. Bestellen können Kunden über den Chatdienst „WeChat“. Weitere Angebote und Innovationen dürften bald folgen. Christoph Schwaiger erklärt: „Der chinesische Markt ist sehr dynamisch. Daher passen wir das Konzept der Filialen je nach Kunden-Feedback weiter an.“

Für deutsche Markenprodukte müssen chinesische Aldi-Kunden übrigens tief in die Tasche greifen. Eine Schachten Toffifee kostet umgerechnet 7,50 Euro. Knoppers ist für 3,80 Euro zu haben.