Apple stellt eigene Kreditkarte vor

Nach ApplePay kommt die AppleCard: Auf seiner Neuheiten-Show am Montag Abend präsentierte der Apfelkonzern eine eigene Kreditkarte, die den Bezahldienst ergänzen soll.

In typischer Apple-Manier präsentiert Apple-Chef Tim Cook die neue „AppleCard“ als absolute Innovation unter den Kreditkarten. „Eine Kreditkarte kreiert von Apple und keiner Bank“, heißt es im zugehörigen Werbefilmchen. Daher sei sei einfach, transparent, respektiere die Privatsphäre und sei die einzige Kreditkarte, die alle Vorteile des iPhones für sich nutze.

Ganz stimmt das nicht, denn die AppleCard wurde in Zusammenarbeit mit Goldman Sachs und MasterCard kreiert. Doch gegenüber klassischen Kreditkarten bietet sie tatsächliche einige Neuheiten. So werden alle Ausgaben über Apple Wallet in Echtzeit und sehr übersichtlich dokumentiert. Nutzer können sich ihre Ausgaben nach Wochen, Monaten oder nach Kategorien sortiert anzeigen lassen. Und wer sich partout an eine spezielle Transaktion nicht mehr erinnern kann, kann sich über Google Maps detailliert anzeigen lassen, wo er die Ausgabe getätigt hat.

Den Rückzahlplan für ihre Kreditkartenausgaben können Nutzer selbst bestimmen. Doch anders als andere Kreditkartenanbieter hofft Apple hier nicht auf zusätzliche Zinsgewinne, sondern motiviert Nutzer durch eine sehr transparente Darstellung der Gebühren dazu, möglichst die komplette Summe auf einmal zu begleichen. Dann ist die Karte für Nutzer auch vollkommen kostenlos – ohne Grundgebühr oder sonstige versteckte Kosten.

Gut gelöst ist auch das Rewards-Programm. Nutzer bekommen für ihre Einkäufe zwei Prozent der Einkaufssumme rückvergütet. Wer bei Apple direkt einkauft, erzählt drei Prozent Cashback. Das Guthaben wird auf einer Apple-Cash-Card in Echtzeit eingezahlt und kann jederzeit wieder zum Begleichen von Zahlungen genutzt werden.

Um zu garantieren, dass nur der Nutzer selbst mit seiner Apple Card bezahlen kann, kreiert Apple Pay Technologies für jeden Nutzer eine einzigartige Kartennummer, die dann verschlüsselt auf dessen iPhone gespeichert wird. Und erst die Kombination aus Kartennummer und Face-ID löst eine Zahlung aus.

Wer die Apple Card haben möchte, kann diese direkt über das iPhone beantragen. Allerdings müssen deutsche Kunden sich hier noch gedulden, denn die Apple Card soll im Sommer zunächst nur in den USA auf den Markt kommen. Zusätzlich zur iPhone-Anwendung erhalten die Kunden auch noch eine Titanium-Karte, auf der lediglich ihr Name eingraviert ist – und keine Kreditkartennummer. Ein bisschen schicker als die Konkurrenz muss eine Kreditkarte von Apple schließlich auch sein.