Dirk Roßmann: „Durch SB-Kassen gehen keine Arbeitsplätze verloren“

(Credit: Rossmann)

Seit über einem Jahr lässt Rossmann in einigen Filialen seine Kunden schon selbst Waren scannen und per Karte bezahlen. Im Interview mit dem „Göttinger Tageblatt“ sprachen die Drogerie-Unternehmer Dirk und Raoul Roßmann über die ersten Learnings. Demnach werden die Kassen von vielen Kunden gut angenommen. „Wir müssen aber noch herausfinden, ob dadurch die Diebstahlquote steigt“, so Dirk Roßmann.

Dass eine mögliche bundesweite Umstellung auf SB-Kassen Arbeitsplätze kosten wird, will der Unternehmer nicht bestätigen. Man setze diese Kassen in umsatzstarken Läden ein, um in der Rushhour die Schlange zu verkürzen. Insgesamt kalkuliere er damit, dass am Ende rund fünf Prozent aller Kassen SB-Kassen sind, so der Drogeriemarkt-Chef.

Eine Bedrohung für die Kassenkräfte sieht er eher durch Konzepte wie Amazon Go, die ganz ohne Personal auskommen. „Wenn sich das durchsetzt, würde das viele Tausend Arbeitsplätze kosten“, ist er überzeugt. Für das eigene Unternehmen schließt Roßmann das nicht explizit aus. „Wir beobachten das nur, treiben es aber nicht voran“, so sein Statement dazu.