Japaner steigen bei Barzahlen ein

(Credit: Barzahlen.de)

Carsten Maschmeyer ist raus, ein Japaner ist drin: Das Berliner Fintech Cash Payment Solutions (Barzahlen) hat eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen.

Das Berliner Fintech Cash Payment Solutions, bekannt unter seiner Marke Barzahlen, hat einen neuen Mehrheitseigner. Ein japanischer Produzent von Bargeld-Sortiermaschinen, Glory, hat 53 Prozent der Anteile übernommen und damit bestehende Investoren größtenteils herausgekauft. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, zählten dazu bislang Carsten Maschmeyers Wagniskapitalgeber Alstin, Rewe Digital, die Berlin Technologie-Holding, mehrere Business Angels und der ausgeschiedene Mitgründer Florian Swoboda.

Über finanziellen Details wurde nichts bekannt. Finance Forward will allerdings erfahren haben, dass Glory zu einer Bewertung von 42 Millionen Euro eingestiegen ist. Damit wären für die Anteile 22,5 Millionen Euro geflossen. Bislang sammelte Barzahlen seit der Gründung insgesamt rund 12,5 Millionen Euro Wagniskapital ein.

Künftig stützt sich Barzahlen damit nur noch auf vier Gesellschafter: Glory, die Grenke Bank und die beiden Gründer Achim Bönsch und Sebastian Seifert. Diese hielten zuletzt jeweils rund 9,2 Prozent an ihrer Firma. „Der Abschluss der Finanzierungsrunde mit Glory stärkt unsere Position sowohl finanziell als auch strategisch,“ sagt Seifert. „Durch Glorys langjährige Erfahrung als globaler Marktführer im Bargeldmanagement sind wir für die weitere europäische Expansion optimal aufgestellt und können unser Wachstum weiter beschleunigen.“

Barzahlen ist Unternehmensangaben zufolge die größte bankenunabhängige Zahlungsinfrastruktur in der DACH-Region. Kunden nutzen Barzahlen zur Ein- und Auszahlung von Bargeld auf das eigene Girokonto. Zudem ist die Zahlung von Online-Einkäufen, Reisebuchungen oder Rechnungen wie zum Beispiel für Strom, Telefon, Reise, Miete oder Versicherung möglich.

Der Kunde erhält zur Abwicklung der Zahlung einen Barcode per E-Mail, SMS oder Post. Der Barcode wird dann an der Kasse einer Einzelhandelspartnerfiliale von Barzahlen gescannt und der Kunde zahlt mit Bargeld oder anderen angebotenen Zahlungsmitteln. Sobald der Kunde gezahlt hat, wird der Auftraggeber vom Kassensystem über die Zahlung benachrichtigt.

Derzeit ist Barzahlen deutschlandweit in über 12.000 Filialen von Handelsketten wie Rewe, dm, Penny, Rossmann, Real, Mobilcom-debitel, Budni und Toom, möglich. Zu den prominentesten Online-Händlern, die Barzahlen im Payment-Mix implementiert haben, zählt Amazon.