Klarna startet Open-Banking-Plattform

Dass Bankkunden gemäß „PSD2“ Drittanbietern den Zugriff auf ihre Kontoinformationen gewähren dürfen, macht sich Klarna mit einem neuen Angebot zunutze. Der schwedische Payment-Dienstleister hat eine neue Open-Banking-Plattform gestartet, über die andere Fintechs, Banken und Unternehmen Zahlungen auf den Konten von Verbrauchern auslösen können. Über die Plattform sollen Unternehmen Zugang zu 99 Prozent aller Online-Banking-Kunden in aktuell 14 europäischen Ländern erhalten. Mehr als 4.300 europäische Banken könnten über eine einzige Programmierschnittstelle auf das Angebot zugreifen.

Über diese „XS2A“ genannte API können Fintechs, Banken und Unternehmen Unternehmensangaben zufolge Angebote entwickeln, die auf ihre Zielkunden zugeschnitten sind. Denkbar sind beispielsweise Finanzmanagement-Tools, mit denen Kunden ihre eigenen Ausgaben oder die Altersvorsorge optimieren können. Entwickelt wurde die Schnittstelle von der Klarna-Tochter Sofort GmbH.

Die Open-Banking-Plattform von Klarna verfügt über eine Kombination aus Account Information Service (AIS), der konsolidierte Informationen über Zahlungskonten bereitstellt, und Payment Initiation Service (PIS), der direkte Banküberweisungen gemäß der Gesetzgebung der Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) erlaubt. Die hauseigene XS2A-PIS-Lösung von Klarna hat allein in 2018 über 10 Milliarden Euro an Volumen übertragen und marktübergreifend über 100 Millionen Transaktionen abgeschlossen.

Robert Bueninck, General Manager DACH bei Klarna, sagt: „Wir helfen Akteuren dabei, noch bessere Dienstleistungen und Produkte für ihre Nutzer zu entwickeln. Klarnas XS2A-API eröffnet eine Reihe von Möglichkeiten und hilft Unternehmern und Innovatoren durch eine entwicklerfreundliche Infrastruktur bei der Realisierung von neuen Ideen. Die Open-Banking-Plattform ist ein weiterer Baustein, zum Aufbau eines umfassenden Ökosystems mit existierenden und neuen Partnern. Ziel ist es dabei immer, den Endverbrauchern zu ermöglichen, reibungslos einzukaufen, Geld zu sparen und Geld zu verwalten.“