Online-Händler bekommen 15 Monate mehr Zeit für PSD2-Einführung

(Credit: Apple)

Angesichts des Chaos, das die Einführung der neuen Zahlungsdiensterichtline PSD2 bei Banken angerichtet hat, bekommen Online-Händler mehr Zeit, die Dinge verbraucherfreundlich zu regeln.

Gute Nachrichten von der Europäischen Bankenaufsicht: Online-Händler haben für die Einführung der doppelten Identifizierung beim Online-Kauf wohl mehr Zeit. Das Gremium hat empfohlen, die Einführung bis Ende 2020 zu verschieben.

Ursprünglich sollten Händler und Banken die neue Richtlinie bereits bis September umgesetzt haben. Doch die Umstellung sorgte für Probleme: Händler bekamen die Technik nicht in den Griff. Konsumenten haderten mit dem umständlicheren Prozess, der erfordert, dass sie Online-Zahlungen auf zwei Kanälen freigeben.

Erst gestern veröffentlichte der Technologienanbieter Riskified das Ergebnis einer Umfrage unter 2.000 Verbrauchern in Deutschland, UK, Frankreich und Europa. Demnach haben 73 Prozent der deutschen Konsumenten noch nie von der neuen Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 gehört. Als Konsequenz brechen sie häufig den Kaufvorgang ab.

Auch die Verbraucherschutzzentralen registrieren fast täglich Beschwerden bezüglich der neuen Richtlinie. Sie betreffen allerdings vornehmlich die Banken, wo sich Kunden trotz Freischaltcode nicht in ihr Online-Banking einloggen können, wie das „Handelsblatt“ berichtet. Allerdings ist bislang nicht klar, ob es dabei tatsächlich um technische Probleme oder schlicht Unwissen der Nutzer handelt.