Sind kassenlose Läden nicht die Zukunft, sondern am Ende?

Kassenlose Ladengeschäfte wurden bislang als die Zukunft des modernen Handels gefeiert. Jetzt könnte ihnen das schnelle Aus drohen – zumindest in den USA. Denn in New Jersey und Philadelphia wurden Läden, die kein Bargeld akzeptieren, jetzt verboten. Ihnen wird vorgeworfen, Verbraucher zu diskriminieren, die sich keine Kreditkarte leisten können oder wollen. In San Francisco wird ein derartiges Gesetz aktuell zumindest diskutiert, berichtet CNBC.com.

Das Verbot würde Brancheninsidern zufolge auch die kassenlosen Supermärkte von Amazon Go betreffen. Bislang hatte der E-Commerce-Riese gehofft, dass für sie eine Ausnahme gemacht würde, da die Läden ja komplett auf Personal verzichten.

Aktuell sind zwar nur eine Handvoll Amazon-Go-Filialen in Betrieb. Doch hat der E-Commerce-Riese Großes vor und plant bis zum Jahr 2021 die Eröffnung von bis zu 3.000 Filialen. Entsprechend ist man in Seattle „not amused“ – und setzt sich bereits zur Wehr. In Philadelphia und New Jersey sind Amazon-Lobbyisten eines Berichts des „Inquirers“ zufolge bereits daran, über Lobbyarbeit die Regelungen zu umgehen. Weitere Maßnahmen könnten folgen.