Stripe Billing vereinfacht Abomodelle im E-Commerce

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Die Payment-Plattform Stripe will Unternehmen mit SaaS- und Abo-Geschäftsmodellen die Abwicklung wiederkehrender Zahlungen erleichtern. Ein Problem sind beispielsweise fehlgeschlagene Kreditkartenabbuchungen. Diese sorgten bei Stripe-Kunden wie Slack oder Meetup in der Vergangenheit für hohe manuelle Aufwände.

Stripe nutzt Machine Learning, um zu ermitteln, zu welchen Zeiten die abgelehnten Karten am besten erneut belastet werden können. Händler in den USA, wo Stripe Billing seit vergangenem Jahr genutzt werden kann, ziegen, dass die im zweiten Anlauf generierten Umsätze im Schnitt um sieben Prozent stiegen. Ohne Stripe hätten die Händler diese Umsätze nicht realisiert.

Darüber hinaus generiert Stripe Billing automatisch Rechnungen im Unternehmensauftrag – und zwar als interaktive Zahlungsseiten, die es Kunden ermöglichen, die Rechnung zu begleichen, ohne ein neues Browser-Fenster öffnen zu müssen. Unternehmensangaben zufolge können die Rechnungen so drei Mal schneller als bisher bezahlt werden.

Als zusätzlichen Vorteil für europäische Unternehmen bietet die neue Payment-Lösung auch eine vollständige SCA-Konformität von Online-Abonnements. Für Unternehmen, die wiederkehrende Zahlungen akzeptieren, ist die erforderliche Zweifaktor-Authentifizierung nämlich eine besondere Herausforderung, da ihre Kunden es gewohnt sind, automatisch die Zahlungen fortzusetzen. Stripe Billing hilft Unternehmen dabei, zu ermitteln, welche eingehenden Zahlungen eine Starke Kundenauthentifizierung erfordern, und erlaubt den Versand individualisierbarer E-Mails an Abonnenten mit der Aufforderung zur Authentifizierung. 

Mit der neuen Lösung setzt Stripe auf einen schnell wachsenden Markt. Laut einer Studie von McKinsey sind die Umsätze mit E-Commerce-Abos in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 100 Prozent pro Jahr gewachsen; 32 Prozent der Konsumenten ziehen es der Erhebung zufolge vor, Waren über ein Abo-Modell als im Einmalkauf zu erwerben. In Europa wächst das Abonnementgeschäft noch schneller als in den USA.