Studie: Wie die Deutschen online zahlen

(Credit: Erste Bank)

Der Kauf auf Rechnung ist bei Online-Shoppern noch immer beliebt, zeigt die aktuelle EHI-Studie „Online-Payment 2019“. Mit einem Umsatzanteil von 27,9 Prozent in 2018 verliert die Rechnung gegenüber dem Vorjahr zwar 0,1 Prozentpunkte, bleibt aber trotzdem das Zahlverfahren der Herzen. PayPal legt als zweitliebstes Zahlungsmittel im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte leicht zu und landet in 2018 bei einem Anteil von 20,5 Prozent. Auf Rang drei rangiert das Lastschriftverfahren, das gegenüber 2017 ebenfalls 0,4 Prozentpunkte eingebüßt hat, mit einem Umsatzanteil von 19,7 Prozent. Die Kreditkarte befindet sich weiterhin auf Platz vier und beansprucht einen Anteil von 10,7 Prozent für sich (Vorjahr: 11,0 Prozent).

Ein weiteres Ergebnis der Studie zeigt, dass die Online-Händler auf die ab dem 14. September 2019 für Kreditkartenzahlungen im Internet geltende „Payment Service Directive 2“ (PSD2) schon heute gut vorbereitet sind. Zur Gewährleistung der SCA nutzen bereits 68 Prozent der befragten Online-Händler grundsätzlich den Sicherheitsstandard 3DS, im Vorjahr war es erst gut die Hälfte (55 Prozent). Weitere 16 Prozent der Händler nutzen 3DS zumindest unter bestimmten Voraussetzungen. Es gibt aber auch noch immer Händler, denen der Sicherheitsstandard gar nicht bekannt ist.

Durch die zusätzliche Sicherheitsprüfung wird der Check-out per Kreditkarte im Internet allerdings deutlich komplexer. Das hat diverse Auswirkungen auf den Checkout-Prozess. So beobachten 40 Prozent der befragten Händler, die 3DS nutzen, mehr Kaufabbrüche nach Auswahl der Zahlungsart Kreditkarte. Ein gutes Drittel (37 Prozent) der Händler sieht hingegen kaum oder gar keine Abbrüche beim Bezahlen. Und drei Prozent berichten sogar von weniger Abbrüchen.  Von gesunkenen Kreditkartenumsätzen berichten 37 Prozent. Demgegenüber sind die Umsätze bei sieben Prozent sogar gestiegen. Mehr Kundenanfragen und -beschwerden infolge der Nutzung von 3DS beobachten 27 Prozent der Onlinehändler. Der Großteil (57 Prozent) konnte diesbezüglich aber keine oder nur kaum Veränderungen feststellen. 

Für die Studie „Online-Payment 2019“ wurden 111 Online-Händlern (Pureplayer und Omnichannel-Händler) unterschiedlicher Branchen und Umsatzgrößen befragt. Datengrundlage für die Markthochrechnung bilden die 1.000 umsatzstärksten B2C-Onlineshops für physische Güter (inkl. E-Books) aus der Studie „E-Commerce-Markt 2018“ (EHI, Statista).